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Archiv 11 2007

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Aktuelle Arbeiten -
ab sofort stelle ich Ihnen den Fortgang der aktuellen Projekte an denen ich arbeite in einer Art Tagebuch unter "Aktuell" vor. Gleichzeitig entsteht ein Archiv in dem vorangegangene Beiträge abrufbar sind. Geplant ist, die Seite laufend zu aktualisieren.

Aktuelle Arbeiten - sitzende Frau
Aktuelle Arbeiten - stehende Frau
Aktuelle Arbeiten - Johanna - Fortsetzung: 2 2008 - 2
Prager Skizzenbuch August 2007
Jugendkunstpreis Freiburg - Fortsetzung: 2 2008 - 2
Portraitbüste Emil Dörle



Zur Zeit sind drei Projekte in Arbeit, eine große Skulptur von ca. 2,0 t Gewicht, eine lebensgroße stehende Figur und eine kleine Sitzende ca. 60 cm hoch. Es kommt vor, dass Steine wie eben diese große Figur über Jahre hinweg in Arbeit sind.
Das liegt zum einen an der Größe des Arbeitsaufwandes, aber auch an der Priorität, die ich der einzelnen Figur zu bestimmten Zeiten zukommen lasse.
Denn plötzlich stehen intensive Herausforderungen an die sofort in Angriff genommen werden wollen.


 

Hier zeige ich Ihnen eine Arbeit, die wenn sie fertig ist eine am Boden sitzende Frau darstellen wird in meditierender Haltung.
Ob die Frau ganz zu sehen sein wird, oder ob noch Teile im Stein verborgen sind ist im Moment noch unklar. Das jetzige Stadium bietet mir auch immer noch die Möglichkeit die Figur nach hinten hin zu verschieben um sogar Positionsveränderungen zu realisieren. Leider ist die Arbeit schon seit längerer Zeit unterbrochen, doch ich hoffe, dass ich sie bald wieder aufnehmen kann.



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Carrara-Marmor, Gewicht ca. 2 t., Höhe ca. 1,60 m

 

Parallel dazu lässt mich ein Experiment in den letzten Jahren nicht los:
Skulpturen aus mehreren verschiedenen Materialien zu arbeiten!

Bei der Skulptur “Der Steuermann“ habe ich angefangen, verschiedene Steine miteinander zu kombinieren. Neben der Form kann ich auch in Farbe und Struktur Akzente setzen.
Bei „Madame Lucette“ konnte ich dieses Konzept noch unmittelbarer umsetzen.
Das Ergebnis und der Arbeitsprozess sind für mich so spannend, dass ich jetzt eine neue Variante der Steinbildhauerei aus verschiedenen zusammengefügten Materialien in Angriff genommen habe.
Nach Durchsicht der vorrätigen Steine haben sich Zwei angeboten, aus denen sich wie von selbst das Konzept entwickelte.

In einem Stück weißen Marmor wird der Körper einer Frau in ein Kleid gehüllt herausgeschlagen. Die Arme stecken - sonst geht das Konzept nicht auf - in zwei armlangen Handschuhen. Die nackte Haut überm Décoleté, der Kopf und die Haare sollen aus einem dunklen Marmor gehauen sein.
Man kann in Stein mehr oder weniger die Gliedmaßen verschieben, in diesem Fall jedoch ist die Schnittstelle der verschiedenen Materialien maßgebend. Von hier aus muss sich die Figur entwickeln.
Nun war der Plan, im oberen Teil reliefartig zu arbeiten und im unteren Bereich dann vollplastisch zu werden. Bald war mir klar, dieses Konzept geht in der plastischen Umsetzung nicht auf. Das Dilemma war, das reliefartige Arbeiten führte für mich zu keinem akzeptablen Ergebnis, aber die zur Verfügung stehende Steinmasse ließ keine vollplastische Ausformung zu.

Nun war guter Rat teuer!
Ich entschied mich dazu, noch einen dritten Stein einzusetzen, um die vollplastische Ausformung zu gewährleisten. Dies wird wahrscheinlich ein rötliches Material sein. Es soll eine Verbindung gewährleisten zwischen Haaren und Schulter.
Das ist die Aufgabe, die noch vor mir liegt. Auch ist die Lage des Kopfes und die eventuelle Kopfbedeckung noch nicht entschieden.
Die Details im unteren Bereich, wie Gewandfalten und Hände gehören dann zum letzten Fertigungsschritt.
Momentan muss die Sache aber noch reifen. Der dritte Stein muss gefunden werden und mit ihm eine neue Vorstellung von der Figur.




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Weißer und grauer Carrara-Marmor, Höhe ca. 1,90 m

 

In dieser wichtigen Zeit der Pause, widme ich mich der Ausarbeitung einer kleinen sitzenden Figur.
Dies ist eine Auftragsarbeit.

In diesem Fall habe ich mir die Aufgabe gestellt, zu studieren anstatt zu experimentieren.
Viele vorbereitende zeichnerische Studien am Modell führen zu einer klaren Vorstellung der Form mit all Ihren Details. Die Detailfülle, die man am Modell beobachten kann auf ein der Bewegung und des Ausdruckes der Figur sinnvolles Maß zu modifizieren, gehört schon zu den Arbeitsschritten die stattfinden bevor überhaupt ein Schlag auf den Stein erfolgt.
Ich befinde mich gerade in der Phase, die Figur wie „zu greifen.“ Das gröbste Material ist abgeschnitten. Nun kommt der Zugriff zur umfassenden organischen Form. Dabei sind die Bewegung und die Proportionen das Hauptanliegen. Das Material, deutscher Jura Marmor ist sehr spröde. Es braucht große Konzentration und handwerkliches Feingefühl es zu bearbeiten. Ein falscher Schlag, und alles ist zerstört.




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Johanna, Jura-Marmor, Höhe ca. 60 cm



 

Prager Skizzenbuch August 2007

Skizzen von Menschen, gezeichnet, während einer Studienreise nach Prag vom 8. bis 12. August 2007.

Eine Reisegruppe bietet natürlich immer die Möglichkeit der Beobachtung und Zeichnung.
Sobald sich die Gelegenheit ergab, zog ich das Skizzenbuch hervor und begann Eindrücke von den Leuten zu Papier zu bringen.
Es liegt in der Natur des Skizzierens, das nur eher flüchtige Momente festgehalten werden können. Aber gerade das flüchtige Schnelle bringt interessante Einblicke hervor.

Diese Zeichnungen sind dazu da, sich an ihnen zu erfreuen. Viel Spaß!


















Bilderreihen des Skizzenbuches für große Darstellung bitte anklicken!



 
Jugendkunstpreis Freiburg

Till Brockmeier

Till Brockmeier, Gewinner des Jugendkunstpreises Freiburg, Bereich Bildhauerei in Stein, hat ein dreimonatiges Stipendium bei mir gewonnen.

Er arbeitet in meinem Atelier an einer Skulptur, die im Rahmen des Jugendkunstpreises Anfang 2008 (ein genaues Datum steht noch nicht fest) in der Volksbank-Zentrale in Freiburg gezeigt wird.

 

Portraitbüste Emil Dörle

Emil DörletransEmil DörletransEmil Dörle

Auftrag der Stadt Herbolzheim zur Erstellung einer Portraitbüste in Bronze. Aufstellung und Einweihung anlässlich der Erweiterung der Emil Dörle Schule in Herbolzheim am 30. September 2006.

Emil Dörle wurde am 29. September 1886 in Herbolzheim bei Freiburg geboren und ist am
24. Juni 1964 in Freiburg gestorben. Als Beamter wirkte er im Finanzdienst. Daneben gehörte seine Liebe jedoch der Musik. 1926 zählte er zu den Mitbegründern des Bundes Südwestdeutscher Musikvereine, 1950 stand er Pate bei der Gründung des heutigen Bundes Deutscher Blasmusikverbände, dem er bis 1954 als Präsident diente.



Datum der Beiträge: 5. November 2007

Joachim Klar





 

 





UNTERRICHT

mit Joachim Klar, Dozent für Zeichnung, Jugendkunstschule im Jugendbildungswerk Freiburg.

INFO: jugendkunstschule@jbw.de